Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen

Erhalt selten gewordener Haustierrassen

Nicht nur unsere Wildtiere sind vom Aussterben bedroht. Das Gleiche gilt für viele Nutz- und Haustierrassen. Rassen, die früher überall zu sehen waren sind heutzutage selten geworden.

Die Gründe hierfür sind vielfältig, ein wichtiger Faktor ist die Wirtschaft. Damit Betriebe konkurrenzfähig bleiben können setzen sie auf Massenproduktion und Rassen mit möglichst hoher Leistung (Fleisch, Milch, Wolle…). Dadurch kommt es zum Verschwinden vieler Rassen. Was nicht gebraucht wird, wird auch kaum oder gar nicht mehr gezüchtet.

 

Warum ist der Erhalt dieser Rassen so wichtig?

• Viele Rassen wurden speziell für bestimmte Gegebenheiten gezüchtet (spezielle Regionen, Bedürfnisse,…). Sie spiegeln die geschichtliche Entwicklung wieder und sind daher kulturhistorisch relevant.

• Aufrechterhaltung der genetischen Vielfalt.

• Viele der selten gewordenen Rassen sind robuster als die Hochleistungs-Nutzrassen und weniger anfällig für Krankheiten.

 

ÖNGENE: Österreichische Nationalvereinigung für Genreserven

 Die ÖNGENE hat folgende Aufgaben:

 

1. Bestandsaufnahmen gefährdeter Nutztierrassen in Österreich

2. Maßnahmen zur Erhaltung der gefährdeten Rassen

3. Aufnahme von Forschungsprojekten über seltene Nutztierrassen.

4. Umfassende Öffentlichkeitsinformation über ökonomische,

ethische, ästhetische und genetische Bedeutung von Nutztierrassen sowie über den Wert und Notwendigkeit ihrer nachhaltigen Nutzung.

 

Die finanziellen Mittel für ihre Aufgaben erhält die ÖNGENE als bundesländerübergreifende Organisation aus Mitgliedsbeiträgen und Fördermittel des Bundes und der Länder.

 

Der Verein zur Erhaltung der Weißen Barockesel bemüht sich den Österreichisch-Ungarischen Weißen Barockesel als gefährdete Nutztierrasse offiziell anerkennen zu lassen. Voraussetzung dafür ist ein Rassestandard und ein Zuchtbuch. An beidem arbeitet der Verein.